Carola G., 53 Jahre, Verkaufstrainerin
Carola G. war mit sich und ihrer Situation zufrieden. Sie hatte für einen Filialbetreiber neue Geschäftsräume eingerichtet, das Personal vor Ort geschult und die Verkaufszahlen „ihrer“ Filialen hatten meistens über dem Durchschnitt gelegen.
Doch dann wurde sie vor fast vier Monaten freigestellt. Anfangs war ihr das richtig schwer gefallen. Sie hatte nicht glauben können und auch nicht glauben wollen, dass der Vertriebsleiter ihr gekündigt hatte. Die Mannschaft müsse verjüngt werden, sie passe da nicht mehr dazu. Aber man wolle sie nicht einfach so entlassen, sondern sie bei ihrer Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive unterstützen.
Mit deutlicher Skepsis hatte sie sich das Angebot, sich beruflich neu zu platzieren, genauer geprüft. Fast gegen ihren Willen hatte sie nur mal schnuppern wollen – schaden könne es ja nicht. Doch Carola G. hat sich eingelassen und seit zwei Wochen wirklich eine neue berufliche Perspektive ...
Andreas P.
Als Andreas P. seine Arbeit verlor, schien sein Leben zu zerbrechen. Die beiden Kinder des 53-jährigen Ingenieurs steckten noch mitten in der Ausbildung. Seine Frau konnte mit ihrem Gehalt den Verlust des Haupteinkommens nicht auffangen, geschweige denn für die Jahre nach dem Berufsleben vorsorgen. Andreas P. setzte sich hin und schrieb Bewerbungen. Er war zuversichtlich, schließlich konnte er auf eine erfolgreiche Berufslaufbahn zurückblicken. Doch es kam anders. Eine Absage nach der anderen landete auf dem Schreibtisch. Das Selbstbewusstsein des ehemaligen Produktionsleiters schmolz im selben Grad wie die finanziellen Reserven der Familie ...